SPD Villmar

27.03.2021 in Wahlkreis

Wahlkreiskonferenz im Bundestagswahlkreis 176

 

Pressemitteilung der SPD Limburg-Weilburg zur Wahlkreiskonferenz im Bundestagswahlkreis 176

SPD geht im Bundestagswahlkreis 176 Hochtaunus/Oberlahn mit Alicia Bokler aus Villmar ins Rennen

 LIMBURG-WEILBURG. Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie sind umfassend und treffen auch die Parteien bei ihren Vorbereitungen der Bundestagswahl im Herbst. Statt in einem eng besetzten Bürgerhaus kamen am Freitagabend die rund 100 Delegierten der SPD-Unterbezirke Hochtaunus und Limburg-Weilburg in digitaler Form zusammen, um ihre Kandidatin im Wahlkreis 176 für die Bundestagswahl zu küren. Die Sitzungsleitung der virtuellen Wahlkreiskonferenz übernahm der heimische Landtagsabgeordnete und SPD-Unterbezirksvorsitzende Tobias Eckert. Seine Vorstandskollegin aus dem Hochtaunuskreis, die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Katrin Hechler, lenkte bereits in ihrer Begrüßung den Fokus auf Alicia Bokler aus Villmar, die von beiden SPD Unterbezirken als Kandidatin im gemeinsamen Bundestagswahlkreis vorgeschlagen ist. Die 27-jährige Biotechnologin arbeitet in der Pharmaforschung im Industriepark Frankfurt-Höchst. Bokler ist gelernte Biologielaborantin, hat einen Bachelor in Biopharmazie und schließt in diesem Jahr ihr berufsbegleitendes Masterstudium im Fach Biopharmazeutische Technologie ab. Sie engagiert sich innerhalb des Unternehmens auch als gewerkschaftliche Vertrauensfrau. Darüber kann die junge Villmarerin mit kommunalpolitischer Erfahrung als Gemeindevertreterin, SPD Ortsvereins-vorsitzenden und als neues Mitglied im Kreistag des Landkreises Limburg-Weilburg überzeugen.

(Bild: Tobias Eckert (MdL) mit Alicia Bokler)

In ihrer Vorstellung ging Bokler auf die Auswirkungen der Pandemie ein, die das Land nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in gesellschaftlicher Hinsicht enorm fordern. „Die letzten Monate haben deutlich gezeigt: Deutschland benötigt einen starken Sozialstaat. Es braucht gute Lösungen für die drängenden Fragen unserer Zeit. Wie überwinden wir die wachsende Ungleichheit? Wie schaffen und sichern wir die Arbeit von morgen? Wie gestalten wir den digitalen Wandel gerecht? Wie stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Wie stoppen wir den menschengemachten Klimawandel und sorgen global für Klimagerechtigkeit? Diese Fragen möchte ich für unsere Region im Deutschen Bundestag entschieden angehen“, bekräftigte Alicia Bokler. Sie bekannte sich vor den Delegierten in ihrer sehr persönlich gehaltenen Rede dazu, ein Arbeiterkind zu sein. Ein Begriff, der in ihrem Umfeld selten verwendet werde, weil Anerkennung zu häufig nicht für erbrachte Lebensleistung, sondern für den Bildungsweg und den beruflichen Werdegang gezollt werde.

 „Ich bin das jüngste von drei Kindern und die erste in meiner Familie, die einen Hochschulabschluss erworben hat. Darauf bin ich stolz, weil dieser Weg nicht vorgezeichnet war“, sagte Bokler. Das Portemonnaie der Eltern entscheide noch immer viel zu häufig über die Zukunft von Kindern. Chancengerechtigkeit beginne bereits mit einem kostenlosen Krippenplatz und ende nicht mit einem gebührenfreien Meister. Dazu brauche es auch eine Ausbildungsgarantie und die Reformen des BAföG. „Wir müssen das Versprechen des sozialen Aufstiegs neu formulieren. Anerkennung und Wertschätzung sind nicht abhängig von der Bildung oder davon, welchen Beruf man ausübt. Jede Lebensleistung hat Anerkennung verdient. Das verstehe ich als Pflicht und Aufgabe, aus Respekt vor jeder und jedem einzelnen“, sagte Bokler. Daraus folge der Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen, bessere Löhne, sichere Jobs und die beste Ausbildung. Bezahlbarer Wohnraum und gleiche Lebensbedingungen in Stadt und Land sollten beherzter angepackt werden. „Die Daseinsvorsorge der Zukunft sollte nicht einfach nur gewährleistet- sondern muss ausgebaut werden. Durch eine bestmögliche medizinische Versorgung mit kommunalen Krankenhäusern und Landärzten vor Ort. Das Ende der Zwei-klassenmedizin ist längst überfällig und ein notwendiger Schritt hin zu einem echten solidarischen Miteinander“, machte Bokler ihre Ziele für die Arbeit im Bundestag deutlich.

 Unterstützung für ihre Bewerbung erhielt Alicia Bokler in der Aussprache unter anderem von Tobias Eckert, der die Kandidatin für ihre klaren Worte lobte und sie den Delegierten für die Nominierung empfahl: „Alicia Bokler steht als Person trotz ihres jungen Alters für vielfältige berufliche und politische Erfahrungen. Ihr persönlicher Lebensweg, ihre Arbeit als Biotechnologin in der Industrie sowie ihr gewerkschaftliches Engagement empfehlen Alicia Bokler für den Bundestag. Ihre Expertise und ihr persönlicher Erfahrungshintergrund würden der SPD Bundestagsfraktion in Berlin guttun. Besonders bei dem für die SPD zentralen Thema gute Arbeit kann Alicia wichtige Akzente setzen. Ich bin mir sicher, sie wäre eine starke Vertreterin unserer Region im künftigen Deutschen Bundestag“, sagte Eckert.

Auch Sophie Frühwald, Landesvorsitzende der Jusos, kam in einer Videobotschaft zu Wort und sicherte Alicia Bokler, die sie als junge, engagierte Frau mit viel Power kennt, ihre volle Unterstützung zu. „Wir freuen uns auf einen mutigen Wahlkampf,“ so Frühwald.

„Wie verletzlich unsere Gesellschaft ist, hat uns Corona mit aller Deutlichkeit gezeigt“, erklärte Jörg Sauer, Erster Kreisbeigeordneter im Landkreis Limburg-Weilburg, in der Aussprache. „Wir brauchen junge Menschen, die gegen soziale Verwerfungen ankämpfen und dafür sorgen, dass die Menschen das Vertrauen in die Politik wiedergewinnen. Mit Alicia Bokler schicken wir eine junge Frau ins Rennen, die dies umsetzen kann, die an Themen interessiert ist und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und viel bewegen kann“, so Sauer.

 Im Rahmen der digitalen Wahlkreiskonferenz gingen keine weiteren Bewerbungen ein, so dass Alicia Bokler als einzige Bewerberin für die Bundestagskandidatur auf die Unterstützung der Delegierten hoffen kann. Die eigentliche Abstimmung erfolgt nach den Bestimmungen des Bundeswahlgesetzes nicht digital, sondern wird in unmittelbarer Folge als Briefwahl von den stimmberechtigten Delegierten von Zuhause aus durchgeführt. Am Donnerstag, den 8. April ab 16 Uhr kommen die Delegierten der beiden SPD Unterbezirke dann erneut zur Verkündung des Ergebnisses der Auszählung in einer Videokonferenz zusammen. Dann wird auch feststehen, mit welchem Ergebnis die SPD Alicia Bokler als Kandidatin des Bundestagswahlkreis 176 Hochtaunus/Oberlahn ins Rennen schickt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

16.03.2021 in Kommunalpolitik

Vielen Dank!

 


Liebe Villmarerinnen und Villmarer,

 

das Endergebnis steht nun fest. Wir freuen uns als SPD Villmar über ein starkes Wahlergebnis von 34,56%, mit dem wir unser Ergebnis von 2016 halten konnten. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Wählerinnen und Wählern bedanken, die uns ihr Vertrauen und ihre Stimme geschenkt haben. Auch in den nächsten 5 Jahren werden wir somit in der Gemeindevertretung Villmar mit 11 engagierten Fraktionsmitgliedern vertreten sein und für eine soziale, zukunftsorientierte und seriöse Politik einstehen.

Leider hat es an dieser Kommunalwahl mit diesem Ergebnis nicht dafür gereicht, die stärkste Fraktion in der zukünftigen Gemeindevertretung zu sein. Wir gratulieren der CDU Villmar zu ihrem Wahlerfolg.

Auch in Zukunft wird bei unseren politischen Entscheidungen unser Augenmerk auf allen Ortsteilen liegen. Wir machen Politik für ganz Villmar und freuen uns, dass dies auch durch die Zusammensetzung der SPD-Fraktion widergespiegelt wird.

 

Herzlichst, Ihre Alicia Bokler

(Vorsitzende SPD Villmar)


 

 

10.03.2021 in Kommunalpolitik

Digital vor Ort, Online Diskussion am 12.03.2021

 

 


Die SPD Villmar lädt Sie recht herzlich zur online Diskussionsrunde im Rahmen des Kommunalwahlkampfes am Freitagabend, den 12. März um 18:30 Uhr über Webex ein.

Als Gäste werden Jörg Sauer (Erster Kreisbeigeordneter) und Tobias Eckert (Landtagsabgeordneter) dabei sein.

Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung unter folgender E-Mail Adresse an:
info@spd-villmar.de

 

06.03.2021 in Kommunalpolitik

Rede zum Haushalt 2021

 

Der Haushalt der Gemeinde Villmar wurde in der Gemeindevertretersitzung am 04.03.2021 mit großer Mehrheit angenommen.Die nachfolgende Rede des SPD-Fraktionsvorsitzemden, Jörg Schmidt, wurde absprachegemäß kurz gehalten, um in Coronazeiten die Sitzungsdauer nicht unnötig zu verlängern.

Sehr geehrte Damen und Herren,

trotz der alles überlagernden Corona-Krise stehen wichtige Weichenstellungen für Villmar an, welche auch im Haushalt, über den wir heute abstimmen, abgebildet sind. Die Erschließung des Villmarer Neubaugebiets, Feuerwehrinfrastruktur, insbesondere in Weyer, Villmar und Aumenau, die Klärung der Frage nach optimalen Betreuungsmöglichkeiten für unsere Kleinsten sowie eine mögliche Neukonzeption der König-Konrad-Halle sind Projekte, bei denen Umsetzungs- und Gestaltungswille erforderlich ist. Hierbei wollen und werden wir uns weiter einbringen, um Villmar als Summe seiner Teile weiter voranzubringen, wie schon bei den Haushaltsberatungen.

Schwierig wie nie fällt einem jedoch der Blick in die Zukunft. Die hier aktuell herrschende Unsicherheit über die Finanzsituation der hessischen Kommunen im Allgemeinen und Villmar im Speziellen verursacht Stirnrunzeln und Kopfschmerzen. Da Villmar größtenteils sowohl bei den Einnahmen wie auch bei den Ausgaben wenig Mitbestimmungsrecht hat, wird man hier ein Spielball der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sowie der Gnade übergeordneter politischer Ebenen bleiben. Was in diesem Kontext jedoch erneut auffällt: Die vergangenen Aussagen, für die Kommunen sei kein Geld da, sind schlicht und einfach falsch. Während auf Landes- und Bundesebene Gelder in Milliardenhöhe handstreichartig mobilisiert werden können, scheinen die Kommunalfinanzen eher ein Selbstbedienungsladen zu sein, gerade die „Heimatumlage“ ist hier ein Hohn, wie auch vom Hessischen Städte- und Gemeindebund völlig zurecht kritisiert wird.

Dem Haushalt 2021 in seiner heute hier vorgeschlagenen und diskutierten Form werden wir zustimmen, er bildet neben der aktuellen Unsicherheit auch viele Zukunftsthemen ab, ohne mit Steuer- oder Gebührenerhöhungen die Bürger zu schröpfen.

Für die SPD Fraktion

Jörg Schmidt

 

 

01.03.2021 in Kommunalpolitik

Infrastruktur

 

• Instandhaltung vor kostspieliger Vollsanierung auf Kosten der Bürger!

  Straßensanierungen können schnell existenzbedrohend werden. Hier muss Villmar

  anderen Kommunen folgen und Entlastungen der Bürger erreichen.

• Der Ausbau der digitalen Infrastruktur darf nicht ausgebremst werden: Gerade die

  Coronakrise zeigt den hohen Stellenwert und die Chancen digitaler

  Zukunftstechnologien.

• Vergangene Unwetter- und Starkregenereignisse haben gezeigt: Man muss proaktiv

  agieren, anstatt von den Ereignissen überrascht zu werden.