SPD Villmar

Villmarer Bote

Kommunalpolitik

Städtgen, Andreas, 2016

Die Villmarer CDU wil den Villmarer Boten abschaffen.
Nicht mit uns sagt die Vilmarer SPD und tritt für den Erhalt des Villmarer Boten ein. Lesen Sie nachfolgend den Redebeitrag von SPD Fraktionsmitglied Andreas Städtgen in der Gemeindevertretersitzung am 07.06.2018.

 

Sehr geehrter Herr Vorsitzender!

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeindevorstandes!

Sehr geehrte Damen und Herren der Gemeindevertretung!

Sehr geehrte Gäste des heutigen Abends!


Die SPD Fraktion, aber auch ich persönlich, wir beschäftigen uns dauerhaft mit dem

Thema Wirtschaftlichkeit und Kosten- Nutzenverhältnis.

Unser Gemeindevorstand, in dem alle Parteien vertreten sind, handelt ebenfalls nach

diesem Grundsatz und hat gerade bei der Kostenentwicklung des „Villmarer Boten“

bereits gehandelt. Wir liegen aktuell, im bereits 2013 gesteckten Kosten Rahmen.

Seitdem sind 5 Jahre vergangen und die Kosten sind stabil.!!!

Die Formulierung des Antrags der CDU, unterzeichnet vom Fraktionsvorsitzenden und zukünftigen Bürgermeister von Villmar, Matthias Rubröder, zielt einzig darauf, in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, hier in Villmar würde das Geld zum Fenster hinaus geworfen.

Ganz klar meine Damen und Herren, dem ist nicht so!

Sie schreiben in Ihrer Antragsbegründung (Auszüge):

Der „Villmarer Bote“ hat nach Auskunft der Verwaltung rund 84.800 Euro gekostet. Es war eine Jahrespauschale von 15.050 Euro vereinbart, jedoch kamen vereinzelt

Nachberechnungen für „Mehrseiten“ hinzu, die letztlich zu dieser höheren Zahlsumme führten.

Es ist anzumerken, dass der Betrag von 85.000 Euro, sich auf ca. 5 Jahre beziffert, also im Schnitt pro Jahr etwa 17.000 Euro ausmacht. (Rechnerischer Mehrbetrag im Schnitt pro Jahr etwa 2000 Euro über der Planung aus 2013!!).

Es wird Zeit, das Selbstverständliche zu formulieren!

Scheinbar mangelndes Kostenbewusstsein ist mit ein Grund für die immense

Verschuldung des Marktfleckens Villmar.

Hier aber, im Fall des Villmarer Boten, zeigt sich, dass der Gemeindevorstand und die Gemeindevertretung sich sehr wohl mit den Kosten explizit auseinander gesetzt haben.

Die Entscheidung, den Villmarer Boten als amtliches Mitteilungsblatt zu implementieren, fiel bereits im Jahr 2013. Man wollte mehr Leistung und eine bessere Erreichbarkeit aller Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde realisieren.

Ein Ziel, welches sich alle Parteien in unserem Parlament auf die Fahne geschrieben

haben. Weder NNP noch damals NT (heute WT) waren bereit ein ähnliches regionales Gemeindeblatt anzubieten. (Sitzungsprotokoll)

Diese Umsetzung, meine Damen und Herren, ist mit dem Villmarer Boten auf

vorbildliche Art und Weise gelungen. Zum einen als amtliches Mitteilungsblatt, zum

anderen als Informationsmedium aus dem Rathaus an alle Bürgerinnen und Bürger von Villmar.

Der besondere Stellenwert, gerade für unsere aktiven Vereine, zeigt sich in einer hohen Inanspruchnahme. Diese ja gewünschte Inanspruchnahme, war auch der Grund, warum teilweise mehr Platz gebraucht wurde, als ursprünglich kalkuliert. (etwa 2016)

Unsere Vereine sind aktiv! Unsere Vereine planen Veranstaltungen! Unsere Vereine

sind wesentliche Bausteine in unserem kulturellen Zusammenleben. Unsere Vereine

sind erfolgreich! Ja, sie stellen Deutsche Meister!! Beispiel Indiaca Seelbach, SV Diana Aumenau. Ja, da schreibt man drüber Berichte und zeigt auch mal ein Bild!

Unsere Vereine haben Jubiläen!

Über all diese Themen gilt es zu informieren!

Nicht nur dass: Für viele Teile unserer Bevölkerung ist der christliche Glaube und auch die Teilnahme an Gottesdiensten von wesentlicher Bedeutung.

Die Termine dazu finden wir in Villmar, Ortsteilübergreifend, im „ Villmarer Boten“!

Das gilt auch für die Veröffentlichung unserer Mittagstischangebote in Seelbach, Weyer und auch Villmar.

Ich zitiere aus einer Wahlkampfbroschüre von Matthias Rubröder CDU:

Unsere Vereine, die Jugendarbeit und das ehrenamtliche Engagement müssen besser gewürdigt werden. Sie tragen mit Ihrem Engagement maßgeblich zu einer Stärkung der Ortsteile und des Gemeinwesens bei!

Herr Rubröder, Sie und Ihre Fraktion möchten den Villmarer Boten abschaffen!

Sieht so Ihre Vereinsförderung und Ihr Beitrag zur Stärkung des Gemeinwesens in

Villmar aus??

Werfen wir einen Blick ins Protokoll der GV-Sitzung vom 19. April 2018.

Bereits kurze Zeit nach Bekanntwerden des Antrags der CDU-Frakion, den Villmarer

Boten zum 31. Dezember 2018 auslaufen zulassen, zeigte sich heftige Ablehnung von aktiven Vereinen unserer Gemeinde.

Beispiele sind: MGV Weyer, Freiwillige Feuerwehr Weyer, RSV Weyer, Helferkreis

Villmar, Förderverein Amanaschule Aumenau, Förderverein Kultur- und Sozialzentrum Aumenau, SV Diana Aumenau…die Seelbacher-Ortsvereine und weitere Stimmen zum Erhalt sind dazu gekommen.

Dieses Votum, meine Damen und Herren darf nicht ungehört bleiben.

Der Villmarer Bote muss erhalten bleiben.

Mit dem Villmarer Boten erreichen wir eine Abdeckung der 3100 Villmarer Haushalte

von fast 100 %. Das jede Woche zu einem Preis von je ca. 10 Cent!

Beide Zeitungen NNP und WT zusammen, erreichen aktuell ca. 36,33 % unserer

Haushalte. Gleichzeitig ist anzumerken, dass sich die Berichtspräsenz für unsere

Gemeinde in beiden Medien deutlich reduziert hat.

Auch zieht die soziale Komponente – nicht jeder kann sich überhaupt ein Zeitungs-Abo leisten! Sie, die CDU, grenzen also bewusst sozialschwache Haushalte aus!

Das sind hier 64% unserer Haushalte!!

Meine Damen und Herren, dass macht die Villmarer SPD-Fraktion nicht mit!

Information, Bekanntmachungen und Nachrichten aus dem Rathaus und aus der

Gemeinde gehören in jeden Haushalt.

Villmar ist „Finanzschwach“. Jede Ausgabe und auch jede für die Zukunft geplante

Ausgabe, muss sachlich und kritisch hinterfragt werden. Wo gespart werden kann,

muss gespart werden. Dies aber nicht an der falschen Stelle!

Es gilt, die bisherigen, seit 2013 stabilen Vertragskonditionen für die Zukunft zusichern.

Die SPD-Fraktion stellt daher folgenden, weiterführenden Antrag zur Abstimmung:

Beschlussvorschlag:

Die Gemeindevertretung beschließt, dass der aktuell laufende Vertrag mit Linus

Wittich Medien KG, wie geplant für 5 Jahre verlängert wird.

Die SPD Fraktion setzt aktiv den Wählerauftrag um und stellt sich Ihrer Verantwortung.

Wir haben alle die Verantwortung, unsere Gemeinde für eine solide Zukunft

auszurichten.

Vielen Dank